Der Luftsportverein Dorsten e.V. wurde 1931 gegründet. Damals beschlossen mehrere Berufsschullehrer und Handwerker ein Segelflugzeug zu bauen, den Zögling. Sie schlossen sich zu einer Flugsportgruppe zusammen. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges wuchs die Gruppe auf ca. 50 aktive Mitglieder an. Bei Kriegsende besaßen die Dorstener Segelflieger sechs selbstgebaute Gleit- und Segelflugzeuge, mit denen sie in der Erler Heide und den Borkenbergen flogen.
Bedingt durch das Flugverbot nach dem zweiten Weltkrieg mussten die Aktivitäten bis 1951 eingestellt werden.

Sofort nach der Aufhebung des Flugverbots erfolgte die Wiedergründung des Dorstener Luftsportvereins. Die Zeche Fürst-Leopold stellte damals den etwa 20 aktiven Fliegern eine Werkstatt im Maria Lindenhof zur Verfügung, die sich über die Zeit zu einem Musterbetrieb entwickelte.
Nach 2 Jahren Bauzeit wurde das erste Flugzeug nach dem Krieg fertig gestellt, eine Mü 13 E, welche am 6. Dezember 1954 auf den Namen „Bettelstudent“ getauft wurde.

Im September 1955 veranstaltete der Verein den ersten Flugtag nach dem Krieg, auf einem Acker in der Marler Heide. Die Zuschauer waren begeistert.

Im Jahre 1956 wurde ein zweiter Doppelsitzer, eine Rhönlerche gebaut. 1957 spendete die Stadt Dorsten den Fliegern eine Ka 6, ein einsitziges Segelflugzeug.

In den Jahren 1958 und 1959 wurde das heutige Fluggelände am Kanal von der Zeche gepachtet und in dreijähriger Arbeit von den Fliegern nutzbar gemacht. Damals befand sich auf diesem Gelände noch ein kleiner Wald.

Seitdem gehört der Segelflugverein ins Dorstener Stadtbild und ist dort auch nicht mehr wegzudenken. Heute ist das Gelände ca. 11 ha groß und hat 2 getrennte Bahnen für Segelflug und Motorsegler/ Ultraleicht Flugzeuge.

Der Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten e.V. hat sich in seiner 13. Ausgabe von „Einst und Jetzt“ ausführlich der Entwicklung des heutigen Flugplatzgeländes und z.T auch unserer Vereinsgeschichte gewidmet.

Eine Dorstener Geschichtsstation steht im Bereich der Terrasse.