Im Luftsportverein Dorsten bieten wir Dir eine umfassende

Piloten-Ausbildung für Segelflugzeuge und/oder Motorsegler.

Seit 2020 können beide Ausbildungen unabhängig voneinander absolviert werden.
Es ist aber auch möglich, die Ausbildungen weiterhin nacheinander zu durchlaufen.

Diese Seite soll einen Überblick über die Ausbildung im LSV Dorsten bieten; bei Fragen schicke uns einfach eine E-Mail.


Segelfliegen, das lautlose Gleiten in der dritten Dimension, belohnt mit Eindrücken, die ein Leben lang unvergesslich bleiben. Einzigartig ist die Kombination von Einzel- und Teamsport: Am Boden sind alle Teil eines Teams, ohne das jeder Flug unmöglich wäre. In der Luft dagegen können Stunden alleine verbracht werden. Segelfliegen ist eine der anspruchsvollsten Sportarten, eröffnet in vielerlei Hinsicht neue Horizonte und ist erlebbare Freiheit.

Segelflug

Die Königsklasse im Luftsport glänzt mit immer neuen sportlichen Herausforderungen und hoher Abwechslung bei geringen Kosten.

Motorsegler

Das geht nur mit Motorkraft: Zuverlässig und bequem „Flugreisen“ unternehmen.

Voraussetzungen
Generell bilden wir Personen aller Altersklassen aus, die Flugausbildung kann jedoch

im Segelflug bereits mit 14 Jahren
auf dem Motorsegler ab 16 Jahren
begonnen werden. In diesem Alter darf auch schon unter Aufsicht eines Fluglehrers alleine geflogen werden, d.h. der Fluglehrer verfolgt vom Boden aus die Aktivitäten in der Luft.
Die eigentliche Pilotenlizenz kann in beiden Fällen erst ab 16 Jahren erworben werden. Um fliegen zu dürfen benötigt jede*r Flugschüler*in (und später auch Pilot*in) ein gesetzlich vorgeschriebenes flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis.

Unsere Segelflugzeuge sind für einen weiten Gewichtsbereich zugelassen, das Körpergewicht darf jedoch 103 kg nicht über- und 50 kg nicht unterschreiten.
Leider sind unsere Segelflugzeuge nicht für große oder ganz kleine Pilot*inn*en gebaut. Interessierte mit einer Körpergröße ab 1,90 m oder unter 1,50 m sollten eine Sitzprobe mit Fluglehrer machen.
Ausbildungsdauer
Für beide Berechtigungen beträgt die gesetzliche Mindestausbildung 45 Starts und Landungen und 15 Stunden Flugunterricht. Jedoch können unserer Erfahrung nach nur die Allerwenigsten mit dieser Mindestausbildung sicher fliegen.

Segelflug

Da unsere Segelflug-Ausbildung regulär nur am Wochenende zwischen April und Oktober und im etwas schwieriger zu lernenden Windenstart stattfindet, werden im Durchschnitt etwa 50-60 Starts mit Fluglehrer bis zum ersten Alleinflug benötigt. Dies wird in den meisten Fällen innerhalb der ersten Flugsaison erreicht.
Die komplette praktische Ausbildung kann in etwa drei Flugsaisons abgeschlossen werden, die theoretische Ausbildung erfolgt hauptsächlich in den Wintermonaten dazwischen.
Die Gesamtdauer der Ausbildung ist wesentlich vom eigenen Engagement abhängig: Segelfliegen ist ein relativ zeitintensiver Sport; während der Ausbildung sollte in der Flugsaison ein Tag am Wochenende fest eingeplant werden, um in der Ausbildung schnell voran zu kommen.

Motorsegler

Die Motorseglerausbildung ist aufgrund der Eigenstartfähigkeit zeitlich deutlich flexibler (auch wochentags), weniger vom Wetter abhängig und kann individuell mit den Fluglehrern abgesprochen werden. Auch hier findet die Theorie vornehmlich im Winter statt. Durchschnittliche Erfahrungswerte für die Dauer einer Motorsegler-Ausbildung von Fußgängern liegen uns noch nicht vor, eine Motorsegler-Ausbildung nach der Segelfluglizenz geht aber schnell vonstatten.

Ausbildungsinhalte
Die Ausbildung besteht aus zwei Bereichen. Zum einen die praktische Ausbildung während der Flugsaisons am Flugplatz und zum anderen die theoretische Ausbildung, die meist im Winter in Kursen in der Umgebung abgehalten wird.

Segelflug

In der praktischen Ausbildung gibt es drei Zwischenprüfungen, in denen Du zeigen sollst, was du gelernt hast:

A-Prüfung
Sie ist die wichtigste und auch schönste der drei Prüfungen. Sie besteht aus drei Starts mit dem Segelflugzeug. Das besondere: Du fliegst zum ersten Mal allein!

B-Prüfung
Hier werden einfache Flugmanöver überprüft. Du sollst zum Beispiel die Kreisrichtung fließend wechseln.

C-Prüfung
Bei dieser Prüfung sollst Du zeigen, dass Du den Seitengleitflug – kurz „Slip“ – im Landeanflug beherrscht. Er dient zum schnellen Höhenabbau im Landeanflug.

Nach der B-Prüfung beginnt bei uns im Verein auch die Windenfahrer-Ausbildung.

Motorsegler

Analog zum Segelflug gibt es auch in der Motorsegler-Ausbildung praktische Zwischenprüfungen. So wird mit den ersten drei Alleinflügen z.B. die „Knatter-A“ erworben. 😉

Begleitend, aber vor allem im Winter, findet der theoretische Unterricht statt, der bei der Vorbereitung auf die amtliche theoretische Prüfung bei der Bezirksregierung hilft. Zusätzlich wird für den Flugfunkdienst ein Sprechfunkzeugnis erworben.

Erst wenn die behördliche Theorieprüfung bestanden ist, darfst Du den letzten Abschnitt der Ausbildung antreten: Du musst einen Streckenflug alleine durchführen. Hast Du diesen Flug gemeistert, kannst Du dich zur praktischen Prüfung anmelden. Sie besteht aus drei Flügen mit einem Prüfer. Ist dieser zufrieden mit Deinen Leistungen, erhälst Du Deine Lizenz.

Lizenz – und dann?


An die Segelflugausbildung kann die Berechtigung für Motorsegler angeschlossen werden (und umgekehrt).

Im Bereich Segelflug können ganz nach eigenem Geschmack die Genussfliegerei oder der Kunst- sowie auch Streckenflug in sportlich-leistungsorientierter Weise im Vordergrund stehen. Der LSV Dorsten stellt für den Streckenflug einige leistungsfähige Flugzeuge zur Verfügung, mit denen unsere Piloten bei passender Thermik schon mehrere hundert Kilometer von Dorsten aus geflogen sind oder an Wettbewerben an fremden Flugplätzen teilgenommen haben. Unsere Fluglehrer besitzen zusätzlich eine vom Deutschen Olympischen Sportbund ausgestellte C-Trainerlizenz für den Leistungssport.
Im Bereich Motorsegler stehen Ausflüge zu anderen Flugplätzen natürlich im Vordergrund. So fliegen z.B. unsere Piloten im Sommer regelmäßig die nordfriesischen Inseln für eine Wochenend-Tour an, aber es können auch schöne Flüge thermikunabhängig in der Region unternommen werden.
Kosten
Fliegen im Verein ist die günstigste Art, mit echten Flugzeugen Luftsport zu betreiben. Die Ausbildung im Verein ist dank ehrenamtlicher Strukturen gegenüber kommerziellen Flugschulen konkurrenzlos günstig, allerdings muss mehr Zeit und auch Arbeitskraft investiert werden. Mehrere ehrenamtliche Fluglehrer sind in unserer Flugschule für Deine Ausbildung verantwortlich. Dank dieses großen Einsatzes ist die Ausbildung für Vereinsmitglieder kostenlos. Es fallen lediglich Gebühren für die Flugzeugnutzung an.

Segelflug

Die Kosten hängen stark vom eigenen Engagement bzw. der Anzahl der Segelflugstarts pro Jahr ab.
Für Flugschüler kann man mit etwa 600 – 700 Euro pro Jahr rechnen. Bis zum Erwerb der Lizenz dauert es in der Regel 2 – 3 Sommer.

Motorsegler

Unter den Motorflugzeugen ist der Motorsegler der Sparsame. Auch hier sind die Kosten von der Flugzeugnutzung abhängig. Natürlich ist der Motorsegler allein durch den Treibstoffverbrauch schon teurer als Segelfliegen.

Vereinsaufnahme und Beginn der Ausbildung
Du bist fest entschlossen, mit der Fliegerei anzufangen und erfüllst die Voraussetzungen? Hier kannst du Dich über alle benötigten Unterlagen informieren, bevor wir uns persönlich kennenlernen. Keine Angst vor dem ganzen Papierkram, wir stehen Dir kompetent zur Seite. 🙂

Bitte keine Unterlagen ohne Rücksprache mit dem LSV Dorsten e.V. beantragen!

Alle erforderlichen und nachfolgend aufgeführten Unterlagen MÜSSEN BEI ANTRAGSSTELLUNG vorgelegt werden.

1. Vollständiger Aufnahmeantrag

2. Kopie Medical
Vor dem Beginn jeder Pilotenkarriere steht die Untersuchung zum flugmedizinischen Tauglichkeitszeugnis (Medical) an. Dabei stellt ein Fliegerarzt die Flugtauglichkeit fest.
Der Weg zum Medical
Verschiedene Erkrankungen und Tauglichkeit *externer Link*
Liste fliegerärztlicher Untersuchungsstellen in Deutschland *externer Link*
Antragsformular Augenarzt (Nur bei Erstuntersuchung oder Indikation)
Antragsformular Medical
Ausfüll-Hilfe zum Antragsformular Medical

3. Ausbildungsvertrag zwischen Flugschüler/Verein/Landesverband Seiten 1 – 4
Unsere Flugschule ist (wie alle ausbildenden Vereine in NRW) eine Außenstelle der Flugschule (ATO) des Dachverbandes (DAeC LV NRW e.V.), sodass ein entsprechender Ausbildungsvertrag geschlossen werden muss.

4. Identitätsnachweis, d.h. Kopie von Personalausweis oder Reisepass

5. Straffreiheitserklärung (Nichtzutreffendes streichen)

6. Auszug aus dem Fahreignungsregister (auch bei Minderjährigen, Antrag mit einer weiteren Kopie des Perso ans KBA schicken und den erhaltenen Auszug uns einreichen)

7. NUR bei Minderjährigen: Zustimmungserklärung aller gesetzlichen Vertreter

8. NUR für Motorsegler: Zuverlässigkeitsüberprüfung für Luftfahrer (Flugschüler) *externer Link*

Baustunden
baustundenUm die Mitgliedsbeiträge so gering wie möglich zu halten, muss jedes Vereinsmitglied sogenannte Baustunden ableisten. Das bedeutet, dass jedes aktive Mitglied verpflichtet ist, eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden am Flugplatz zu verrichten.

Durch unseren eigenen Flugplatz mit Gebäuden und Flugzeugen gibt es immer etwas zu tun, aber in der Regel belaufen sich die Baustunden auf nur ca. 50 Stunden im Jahr. Die Arbeiten, die während der Baustunden geleistet werden können sind durchaus unterschiedlich. Die einen leisten ihre Baustunden etwa in der Werkstatt des Vereins ab und führen im Winter die Flugzeugwartung durch. Andere arbeiten an den Gebäuden, den Grünanlagen und dem Campingplatz und halten den Bewuchs klein. Zu den Baustunden zählen alle Tätigkeiten, die für den Erhalt des Flugzeug- und Maschinenparks und des Geländes nötig sind.

Da immer mehrere Leute zusammenarbeiten und wir uns alle gut verstehen ist das Arbeitsklima sehr gut und es wird viel gelacht.

Schülerfluggemeinschaft
sfg1Zusammen mit dem St. Ursula Gymnasium in Dorsten unterhält der LSV Dorsten eine Schülerfluggemeinschaft (SFG).

Der LSV Dorsten zeichnet sich dabei für die Durchführung des Schulsportes bezüglich der Pilotenausbildung verantwortlich: Wir stellen die notwendigen Geräte und Einrichtungen wie z.B. das Fluggelände und die Flugzeuge zur Verfügung und unsere Fluglehrer übernehmen die theoretische und praktische Ausbildung.

Ansprechpartnerin am St. Ursula Gymnasium ist die Protektorin Verena Schürmann.
Webseite der Schülerfluggemeinschaft *externer Link*